Welches Preisportal passt zu welchem Shop?

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Wer online shoppt, vergleicht vorher die Preise. Große Preissuchmaschinen wie Idealo locken monatlich über 10 Millionen Schnäppchenjäger an. Kein Wunder, dass viele Online-Shops auf die hohe Reichweite der Portale setzen, um neue Kunden anzulocken. Doch mit welchen Preissuchmaschinen sollten Online-Händler zusammenarbeiten? Nur mit den großen? Oder lohnen sich auch Special-Interest-Portale.

 

Online-Händler haben gegenüber stationären Geschäften den Vorteil, dass sie sich mit ihrem Angebot an Kunden in der ganzen Welt richten können. Allerdings müssen sie auch den Nachteil in Kauf nehmen, dass viele Kunden nur bei den Shops kaufen, die zu den günstigsten Anbietern gehören. Dank Google und diverser Preissuchmaschinen dauert es nur schließlich wenige Sekunden, um zu jedem denkbaren Produkt die besten Angebote herauszufiltern.

 

Das Ranking von Preissuchmaschinen nutzen

Um erfolgreich Neukunden zu akquirieren, ist es für Online-Händler unerlässlich, auf solchen Preisportalen zu finden zu sein. Selbst dann, wenn sie nicht mit den niedrigen Preisen anderer Händler mithalten können. Warum das so ist, kann jeder Shop-Betreiber anhand fast jeden Produkts seines Sortiments testen. So führt eine Google-Suche nach einem Produkt fast immer zu einer Trefferliste, in der mindestens eine, oftmals sogar mehrere Preissuchmaschinen auf der ersten Seite zu finden sind. Wer mit seinem Shop dann auf diesen Portalen vertreten ist, hat die Chance, die entsprechenden Google-Nutzer auf die eigene Website zu locken. Und zwar Nutzer, die ansonsten wahrscheinlich nicht auf den Shop aufmerksam geworden wären, weil der Webstore selbst ein deutlich schlechteres Google-Ranking aufweist.

 

Um zu ermitteln, welche Preissuchmaschine für das Angebot eines Shops relevant ist, ist also eine Google-Recherche sehr nützlich. Welche Preissuchmaschinen erzielen bei den Produkten, die man anbietet, hohe Rankings? Gleiches gilt auch für thematisch passende generische Suchbegriffe, die Verbraucher eingeben, die sich noch nicht für ein bestimmtes Produkt entschieden haben. Anhand der Google-Ergebnisse für solche Suchanfragen ergibt sich so automatisch eine Liste der Preisportale, mit denen eine Zusammenarbeit sinnvoll wäre.

 

So recherchieren die Kunden Preise

Nicht nur die Google-Rankings sind entscheidend dafür, welche Preissuchmaschine zu welchem Shop passt. So rufen viele Nutzer schließlich auch direkt die Preisportale auf. So wurde in einer aktuellen Statista-Studie abgefragt, auf welche Seite die Verbraucher vorzugsweise ihren Preisvergleich starten. Spitzenreiter war hier Google mit 50 %. Jeweils 12 % gaben jedoch an, direkt Billiger.de, Idealo.de und Guenstiger.de aufzurufen. Die restlichen 14 Prozentpunkte verteilen sich auf die weiteren Preissuchmaschinen.

 

Um die Relevanz von Preissuchmaschinen für das eigene Sortiment zu ermitteln, lohnt es sich deshalb, die Portale selbst unter die Lupe zu nehmen. Online-Händler können die Übersichten zu den beliebtesten Produkten auf den jeweiligen Plattformen nutzen, um herauszufinden, welche Sortimente dort von den Nutzern besonders gefragt sind.

 

Bei der Auswahl der Preisportale sollten sich Händler nicht nur auf die großen Suchmaschinen beschränken, die jeden Monat Millionen von Nutzern ansprechen. Interessant können nämlich auch Nischen-Portale sein, die sich auf einige wenige Produktgruppen beschränken. Diese Portale weisen zwar weniger Besucher aus, sind dafür aber häufig gern genutzte Informationsquellen von Nutzern, die noch keine konkrete Kaufentscheidung getroffen haben. Deshalb sollten auch solche Portale mit in die Auswahl geeigneter Kooperationspartner genommen werden.

 

Das Prinzip Trial & Error

Trotz aller vorbereitenden Maßnahmen lässt sich in der Praxis im Vorfeld kaum bestimmen, welche Preissuchmaschine viele kaufwillige Kunden zu niedrigen Klickkosten vermittelt und welche nur Kosten verursacht. Es gilt deshalb das Motto: „Trial & Error“. Also: Eine Suchmaschine testen und fortlaufend kontrollieren, ob die Zusammenarbeit funktioniert oder nicht. Wenn nicht, sollte kurzfristig reagiert werden, um unnötige Marketing-Kosten zu vermeiden.

 

Dies setzt natürlich ein enges Marketing-Controlling voraus. Wie dieses mit einfachen Bordmitteln aufgebaut werden kann, erläutert das Portal shopanbieter.de in der zweiten Ausgabe seines kostenlosen Online-Händlermagazin shopanbieter to go, nebst Praxisbeispielen ausführlich.

 

Im großen Themen-Special „Umsatzbooster Preisportale“ finden Webseller außerdem, jede Menge Tipps, wie Preisportake effektiv zur Akquirierung von Neukunden genutzt werden können.

 

Alle Ausgaben des wertigen und sehr praxisnahen Online-Händlermagazins stehen kostenlos unter http://www.shopanbieter.de/to-go zum PDF-Download bereit.

 

Eine Übersicht über die Preisportale, die Sie an Shopware anbinden können, finden Sie unter diesem Link.

 

Der Autor

Peter Höschl bewegt sich seit 1997 beruflich im Internethandel, gilt als E-Commerce Experte und verfügt über große gelebte Praxiserfahrung. Er ist Autor diverser Fachpublikationen und berät bzw. begleitet heute vor allem mittelständische Unternehmen im E-Commerce.

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