Rechtstipp: Werbung mit Rabatten - Vorsicht vor missverständlichen Aussagen!

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Das Landgericht München hatte kürzlich mit dem Fall eines Gartencenters zu tun, das mit einer Werbung darauf aufmerksam machte, an bestimmten Tagen „10 % auf alles!“ zu gewähren.

 

Im Ergebnis wurde diese Aussage aber eingeschränkt dadurch, dass mit einem Sternchenhinweis darauf verwiesen wurde, dass bereits reduzierte Ware vom Angebot ausgeschlossen sei, ebenso wie „Werbeware“.

 

In der Entscheidung des Gerichts gegen das Gartencenter stellte sich im Begriff „Werbeware“ das Problem dar. Die Beklagtenseite hat den Unterlassungsanspruch insoweit anerkannt.

 

Aus der Entscheidung des Gerichts könnte man nun folgern, dass der Begriff "Werbeware" insofern irreführend ist, als dass der Verbraucher nicht erkennen kann, worauf sich die Rabattaktion tatsächlich bezieht. 

 

Auch ist der Entscheidung zu entnehmen, dass beispielsweise Bücher, die der Preisbindung unterliegen, sicherlich nicht unter den Rabatt, der angepriesen war, fallen. Insoweit würde es sich schlicht um eine falsche Werbeaussage handeln, sofern man sagt „10 % auf alles!“ und am Ende nur „Werbeware“ und bereits reduzierte Waren ausschließt.

 

Überlegen Sie also genau, wie sie Sie Ihre Rabattaktion formulieren und was sie alles dort ausschließen!

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