Rechtstipp: Vorsicht bei Werbung mit Testergebnissen!

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Vielfach werden heute in der Werbung Aussagen hinsichtlich der Güte eines angepriesenen Produkts mit Testergebnissen untermauert und “belegt”. Dabei ist es jedoch nicht immer so, dass die Testergebnisse unmissverständlich zu bewerten sind. Auch kommt es vor, dass die Testgrundlagen nicht ersichtlich oder nachvollziehbar dargelegt werden, sondern vielmehr geschieht es tatsächlich, dass man als Verkäufer angibt, dass es ein ähnlicher Artikel gewesen sei, der von den Testern geprüft und bewertet wurde.

 

Nicht nur die Stiftung Warentest, sondern auch TÜV-Siegel und andere “Auszeichnungen” werden dazu herangezogen.

 

Wichtig ist für den Anbieter von Waren im Internet, dass er auch tatsächlich nur mit den Testergebnissen wirbt, die für das konkret angebotene Warenstück gelten. Dabei genügt es auch nicht, dass man etwa dazu notiert, dass sich das Testergebnis auf Vorgängerserien oder ähnliche Geräte/ Waren beziehen würde.

 

Dazu kommt, dass die Angabe beispielsweise eines nicht mehr aktuellen – weit überholten – Testergebnisses hinzuzufügen ist, dass die dargestellten Ergebnisse aus einem Test resultieren, der nicht mehr aktuell ist und dass die dargestellten Ergebnisse nicht mehr erzielt werden könnten.

 

Die Werbung mit Zertifikaten und Testergebnissen ist immer wieder Gegenstand wettbewerbsrechtlicher Abmahnungen und daher raten wir dringend dazu, sich vor der Einbeziehung von Testergebnissen in Werbeaussagen (dazu gehört auch die einfache Darstellung auf der Seite der Artikelbeschreibung in einem Angebot) dahingehend beraten zu lassen, welche Details zu beachten sind.

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