Rechtstipp: Urheberrecht gilt auch für Produktfotos

e346dce65d1ba39e04b1eba93789994e

Urheberrechtliche Fragestellungen ergeben sich an verschiedensten Stellen im täglichen Leben.

 

“Darf ich ein Bild meines letzten Urlaubs im Internet veröffentlichen, wenn ich zwar darauf zu sehen bin, das Bild aber nicht selbst hergestellt habe?”

 

“Darf ich als Anfahrtsbeschreibung einen eingescannten Kartenausschnitt nutzen, damit meine Freunde auch den Ort der nächsten Feier finden?”

 

Darf ich vom Hersteller im Internet bereitgestellte Fotos und Beschreibungen nutzen, um die Waren anzubieten, die ich von diesem Hersteller verkaufe?”

 

Die Überschrift legt bereits die Antwort zumindest auf die letzte Frage nahe:

 

Da Lichtbilder auch urheberrechtlichen Schutz genießen, kann auch ein Hersteller einem Verkäufer grundsätzlich untersagen, derartige Werke zu verwenden. In diesem Zuge sind Abmahnungen durchaus nicht nur denkbar, sondern auch Realität. Es werden neben Unterlassungsansprüchen dabei auch Zahlungsansprüche geltend gemacht, die die Anwaltskosten für Abmahnungen ebenso betreffen, wie auch Schadensersatzforderungen. Am Ende summieren sich derartige Forderungen leider schnell zu hohen Beträgen.

 

Zwar wird oftmals eher das Interesse vorhanden sein, dass der Verkäufer Waren des Herstellers an den Mann oder an die Frau bringt, jedoch haben wir auch schon erlebt, dass Hersteller die Nutzung von Bildern untersagen. Daher raten wir dringend dazu, sich vor der Heranziehung eines urheberrechtlich geschützten Werkes für eigene Werbemaßnahmen zu vergewissern, dass man auch die Rechte zur Nutzung des Bildes oder Textes jeweils eingeräumt bekommen hat.

 

Auch wenn in einigen Fällen über den Umfang der geltend gemachten Forderungen diskutiert werden kann, so sollte man sich möglichst nicht auf derartige Diskussionen einlassen, da damit immer Aufwand und auch wiederum oftmals Kosten verbunden sind.

 

Weitere Rechtstipps gibt es im Abmahnung Blog von IT-Fachanwalt Thomas Feil.  

comments powered by Disqus