Rechtstipp: Bei Kundenzufriedenheitsumfragen muss die Fundstelle angegeben werden

9a17572b20298b9cdaf0ed6f6fd017d2

Nach Presseinformationen der Wettbewerbszentrale hat das Landgericht Erfurt in einem Anerkenntnisurteil vom 30.12.2013 (Az. 3 O 1512/13) entschieden, dass bei einer Kundenzufriedenheitsumfrage das Umfrageergebnis mit einer Fundstelle zu belegen ist. Eine Hörgeräteakustiker hatte mit folgender Aussage geworben:

 

„94,2 % unserer Kunden sind sehr zufrieden mit Geers* *Kundenzufriedenheitsumfrage Gap Vision Januar – Mai 2013“


die Werbung war in einer Broschüre enthalten. Da Test- und Umfrageergebnisse Entscheidung des Verbrauchers erheblich beeinflussen, ist eine Möglichkeit notwendig, die Ergebnisse nachzuprüfen. Die Wettbewerbszentrale sah in der Veröffentlichung der Kundenzufriedenheitsumfrage eine Irreführung der Verbraucher gemäß §§ 5a Abs. 2, 3 Abs. 2 UWG, da diesen durch die fehlende Angabe einer Fundstelle eine wesentliche Information im Sinne von § 5a Abs. 2 UWG vorenthalten wurde.

 

Zunächst war der Hörgeräteakustiker von der Wettbewerbszentrale abgemahnt worden. Das Unternehmen verweigerte aber die Abgabe einer Unterlassungserklärung, so dass es anschließend zu einem Klageverfahren kam. Hier obsiegte die Wettbewerbszentrale.

 

Weitere Informationen finden Sie bei der Wettbewerbszentrale.

comments powered by Disqus