Wie Social Media Euren Business-Erfolg unterstützt

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Ein oft unterschätzter Unternehmensbereich, in dem ein sehr hohes Umsatzpotenzial steckt, ist das Social Media Marketing. Bei vielen Onlinehändlern steckt dieser Bereich allerdings noch in den Kinderschuhen. In diesem Blogartikel geben wir Euch Tipps, wie Ihr mit Hilfe von Social Media Marketing noch erfolgreicher werdet und zeigen Euch Best-Practice-Beispiele, von denen Ihr lernen könnt.

Findet die richtigen Social-Media-Kanäle

Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest, Snapchat oder Youtube… natürlich sind nicht alle Social-Media-Kanäle für Euch relevant. Macht Euch Gedanken darüber, wie Eure Produkte im Alltag des Kunden eingesetzt werden.

Wie können Eure Produkte die Alltagsprobleme Eurer Kunden lösen? Welche Fragen stellen sich Eure Kunden, wenn sie Euer Produkt in der Hand halten oder beanspruchen? Versucht Antworten zu finden und bereitet den Content dahingehend auf.

Neben der Blog-Funktion Eures Shopware-Shops eignen sich auch die Storytelling-Einkaufswelten für umfassendes Content Marketing. In der Shopware 5.3 gibt es sogar vorgefertigte Vorlagen für die Einkaufswelten, um Euch den Einsatz von Content Marketing und Storytelling so einfach wie möglich zu machen.

Achtet bei der Aufbereitung des Contents darauf, dass Ihr nicht auf allen Kanälen dasselbe Format ausspielen könnt und denkt daran, die Inhalte für mobile Endgeräte zu optimieren.

Zwar können auch wir keine pauschale Aussage treffen, wie ein Channel funktioniert, aber es zeichnen sich einige Richtungen ab:

  • Pinterest: Fotosharing, Inspirationen, Ideen, Life-Hacks
  • Instagram: Foto- und Videosharing, Live-Moments, Selbstinszenierung
  • Facebook: Foto-, Video-, News-Sharing, Tutorials, Tipps, Advertising
  • Youtube oder Vimeo: Videosharing, Tutorials, Tipps, Produkttests, Entertainment
  • Snapchat: Live-Moments, Entertainment, Einblicke hinter die Kulissen
  • Twitter: Live-Berichterstattung, Meinungsäußerung, Angebote
  • Xing & LinkedIn: Business-Kontakte knüpfen

Achtet bei der Auswahl der Kanäle auf Eure Zielgruppe. Über Snapchat ist zum Beispiel bekannt, dass die User hauptsächlich zwischen 13 und 25 Jahre alt sind. Wenn Ihr also Produkte für die Seniorenbetreuung vertreibt, ist dieser Channel womöglich nicht relevant für Euch.

  • Wie alt ist Eure Zielgruppe?
  • Vertreibt Ihr Eure Produkte international?
  • Welche Devices verwendet Eure Zielgruppe hauptsächlich?
  • Zu welchen Zeiten sind die User online? 

Einen umfassenden Überblick über die Social Media- und Internet-Nutzung weltweit hat Hootsuite auf Slideshare veröffentlicht. Dieser zeigt einmal mehr, wie wichtig Social Media im heutigen Zeitalter ist und welches Potenzial sich dadurch ergibt.

Social Media bedeutet Interaktion

Der Spruch „Der Kunde ist König“ ist heute so aktuell wie nie. Ihr dürft Euch beim Marketing nicht zu sehr auf Eure Produkte fokussieren. Ihr solltet Euch auf die Bedürfnisse der Kunden konzentrieren. Wie wollen sie einkaufen? Auf welchen Plattformen suchen sie nach Euren Produkten? Suchen sie überhaupt nach Euren Produkten? Wie könnt Ihr Eure Kunden von den Produkten überzeugen?  Um diese Fragen zu beantworten, solltet Ihr Euch die Customer Journey Eurer Kunden ansehen.

User Engagement

Habt Ihr festgestellt, in welchen Social-Media-Kanälen sich Eure Zielgruppe vornehmlich aufhält, solltet Ihr zum nächsten Schritt übergehen und mehr Aufmerksamkeit für Euren Shop schaffen. Setzt dabei auf User Content & Engagement der Kunden. Die Community möchte nicht mehr von stumpfen Werbevideos und Plakaten berieselt werden. Besonders in Social-Media-Kanälen will sie ihre Meinung äußern und selber Content produzieren – Stichwort „User Generated Content“.

Für eine User Generated Content Kampagne sind grundsätzlich vier Dinge zu beachten:

  • Fragt Eure Zielgruppe nach ihren Interessen und Passionen
  • Lasst multiple Wege zu, den Content zu teilen – (mehrere Kanäle, unterschiedliche Formate)
  • Belohnt die Community für ihren Einsatz (kleine Gewinnspiele o.ä.)
  • Benutzt einen Hashtag, der nicht schon anderweitig verwendet wird

User Generated Content ist deshalb so erfolgreich, weil authentische Inhalte von den Nutzern selbst produziert werden. Das schafft zum einen hohe Aufmerksamkeit und zum anderen Vertrauen in die Marke.

 

Tipp:

Entwickelt Eure Kampagne so, dass Ihr indirekt noch weitere Informationen über die Zielgruppe herausfindet.

  • Welche Interessen haben sie?
  • Welche Farben und Formen bevorzugen sie?
  • Welche Wünsche haben sie?
  • Wie sieht der Alltag der Kunden aus?

Nutzt diese Informationen für Eure Produkte oder Eure Marketingaktivitäten.

 

Anwendungsfall 1: Social Media für Food-Onlineshop

Die einfachste Möglichkeit, Euren Kunden Produkte schmackhaft zu machen, ist die Darstellung von leckeren Rezepten. Hierfür eignen sich Instagram und Pinterest. User, die diese Channel verwenden, wollen inspiriert werden.

Beide Kanäle sind reine Photo-Sharing-Kanäle. Platziert Ihr direkt den Link zum Rezept, so bieten Euch die Kanäle die Möglichkeit, neue User in Euren Shop zu leiten. Habt Ihr die Rezepte zusätzlich mit den Shopware Storytelling-Einkaufswelten aufbereitet, werden die User nicht aus der inspirierenden Rezeptwelt herausgerissen und entdecken ein neues Einkaufserlebnis.

Facebook eignet sich zusätzlich dafür, das Rezept als Video auszuspielen. Seit den letzten zwei Jahren ist einfacher, leicht und vor allem schnell konsumierbarer Food-Content im Videoformat nahezu eine Garantie für Reichweite. Hierbei solltet Ihr allerdings auf eine hohe Videoqualität achten.

 

Fun Fact

Buzzfeed betreibt auf Facebook einen Channel namens „Tasty“ mit Koch-Verticals. Über eine Milliarde Views und rund 15 Millionen Likes, und zwar innerhalb von nur drei Wochen mit insgesamt 40 Videos – so lautet die beeindruckende Statistik der Seite.

 

Best-Practice-Beispiel: Foodistbox

Foodist ist ein Anbieter für Boxen von handgefertigten Lebensmitteln und Food Trends für eine bewusste Ernährung. Foodist-Kunden werden zwei monatliche Abo-Boxen mit außergewöhnlichen Feinkost-Lebensmitteln zugeschickt. In dem Shopware-Shop können sie zudem ihre Lieblings-Produkte nachbestellen oder weitere Produkte entdecken.

Foodist ist auf Instagram, Facebook und Twitter vertreten und weiß genau, worauf es auf den unterschiedlichen Kanälen ankommt.

Foodist auf Instagram

Im Instagram-Feed von Foodist befinden sich helle und geschmackvolle Food-Bilder. Dabei stellt der Instagram-Account von Foodist zum einen die eigenen Produkte dar und zum anderen angerichtete Rezepte. Bei den Rezept-Bildern handelt es sich um einfache Reposts aus der Foodist-Community. 

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Foodist auf Facebook

Seit neuestem probiert sich Foodist auch im Video Marketing Bereich aus. Auf Facebook zeigt Foodist, wie man die Salsa Brava in einem leckeren Rezept einsetzen kann. Der Link zum Produkt im Shop wird direkt unter dem Video angezeigt. Alle Videos sind auch auf dem Foodist-Youtube-Channel zu finden.

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Bei Facebook habt Ihr zudem zahlreiche Möglichkeiten, Remarketing-Kampagnen zu erstellen. Die passenden Plugins für Euren Shop findet Ihr hier im Shopware Community Store: 

Zum Community Store

Foodist und Influencer Marketing

Mit Hilfe von Influencer Marketing versucht Foodist, die Reichweite für den Shop zu erhöhen. So zeigen bspw. Marina Ilic von MARINA THE MOSS oder Katharina Groer von HIGH-5 regelmäßig in ihren Snapchat- und Instagram-Stories ein sog. „Unpacking“ der Foodist-Boxen. Die Bloggerinnen packen live mit ihren Followern die Boxen aus und wecken die Neugier auf die Produkte. Im Anschluss blenden sie ihren Followern einen Rabattcode ein, der für 24 Stunden gültig ist und mit dem 20 Prozent Rabatt auf das gesamte Sortiment gewährt wird.

Anwendungsfall 2: Social Media für Fashion-Onlineshop

Gerade im Fashion-Bereich eignen sich Social-Media-Kanäle wie Instagram, Pinterest und Facebook. Hier habt Ihr die Möglichkeit, Eure Produkte anschaulich und direkt in Kombination mit anderen Produkten zu zeigen. 

Best-Practice-Beispiel: PAUL HEWITT

PAUL HEWITT bietet Uhren, Schmuckstücke und Accessoires, die in der maritimen Welt Norddeutschlands verankert sind. Die Marke ist durch den Inspirations-Kanal Instagram und Facebook gewachsen. Wie schon erwähnt, geht es bei Instagram um die Selbstdarstellung, Reichweite und Likes. PAUL HEWITT hat dies früh erkannt und sich dies zu Nutze gemacht. Der offizielle Instagram-Account von PAUL HEWITT repostet die schönsten Bilder der Kunden „around the world“. Mittlerweile hat die Marke auf Instagram über 22.000 Beiträge unter dem #getanchored aus der Community generiert. Der Instagram-Account hat über 490.000 Abonnenten.

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Auf Pinterest geht das Unternehmen ähnlich vor und pinnt Bilder aus der Community auf unterschiedlichen Themen-Boards.

PAUL HEWITT auf Youtube

Der Youtube-Channel von PAUL HEWITT zeigt, dass es nicht immer notwendig ist, unzählige Videos zu produzieren. PAUL HEWITT konzentriert sich auf den wesentlichen Content und bietet neben einigen Produkt-Videos zu den Kollektionen Tutorials an. In diesen Tutorials wird gezeigt, wie man die Straps austauscht oder die Uhren sauber hält - nützlicher Inhalt, der Antworten auf mögliche Fragen gibt. Die Pflegetipps sind ebenfalls im Onlineshop zu finden.

PAUL HEWITT auf Facebook

Bei Facebook nutzt PAUL HEWITT genauso wie Foodist die Shop-Funktion von Facebook. Der Facebook-Shop dient allerdings nur der besonderen Darstellung des Sortiments. Das bedeutet, dass die Produkte direkt unter den Beiträgen …

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…oder in dem eigenen Reiter gezeigt werden können.

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Über den Facebook-Shop könnt Ihr entweder nur auf die Produktseite Eures Webshops verlinken, oder auch gleich einen Schritt weitergehen und eine URL hinterlegen bei der das Produkt schon im Warenkorb liegt, oder der Nutzer nur noch die Kontakt- und Zahlungsinformationen angeben muss. Der „Kaufen“ Button wird von Facebook mit „Kaufbestätigung auf Webseite durchführen“ betitelt. 

Anwendungsfall 3: Fahrzeugteile

Best-Practice-Beispiel: ARS24

Dass Social Media im Fashion- und Food-Bereich gut funktioniert, habt Ihr jetzt gesehen. Wie aber lassen sich Autoradios, Lautsprecher und andere KFZ-Teile über Social Media verkaufen? Die Antwort gibt ARS24: Mit einem Gesicht und dem richtigen Inhalt. Oliver Weiß ist der Geschäftsführer des Handelsunternehmens und hat auf Youtube eine große Community aufgebaut. Mit über 32.000 Abonnenten und im Schnitt ca. 15.000 Video-Aufrufen, ist der sympathische Bayer aus Memmingen ein kleiner Youtube-Star geworden.

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Auf Youtube stellt das Unternehmen hilfreiche Einbau-Tutorials für Autoradios, Lautsprecher und Subwoofer zur Verfügung. Erfolgsrezept des Geschäftsführers ist seine eigene Expertise - ARS24 betreibt in Memmingen ein stationäres Geschäft mit einer eigenen Profi-Einbauwerkstatt. Zusammen mit seinem Team hat er sich auch im Social Media und Video Marketing professionalisiert und am Firmenstandort ein eigenes Filmstudio aufgebaut. 

Aufgrund seiner Fanbase hat der Onlineshop just den Publikumspreis beim Shop Usability Award gewonnen. Beim Shop Usability Award 2017 hat der Onlineshop die meisten positiven Bewertungen über Trusted Shops gesammelt und somit den Userpreis gewonnen. 

 

Fazit:

  • Bestimmt die für Euch wichtigsten Kanäle
  • Schafft interne Ressourcen für die Content-Erstellung
  • Macht es dem User so einfach wie möglich, in Eurem Shop zu bestellen
  • Inspiriert Eure Kunden – serviert die Produkte auf einem Silbertablett
  • Interagiert mit Euren Kunden – antwortet auf Fragen und helft ihnen weiter
  • Entwickelt Ideen für User generated Content, um das Vertrauen in Eure Marke zu stärken
  • Influencer Marketing: Nutzt Influencer für den Aufbau Eurer Reichweite
  • Entwickelt eigene Ideen und seid außergewöhnlich
  • Geht auf die Wünsche Eurer Community ein

 

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