Staatliche Förderung für Deine Digitalisierungsprojekte

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DIGITALISIERUNG wird heutzutage groß geschrieben, schließlich begegnet sie uns schon längst in allen Branchen, Lebens- und Geschäftsbereichen. Zunehmend wichtiger wird sie nun im gesamten Geschäftsalltag, stellt damit aber kleine und mittlere Unternehmen vor einige Herausforderungen. Um wettbewerbsfähig zu sein, ist es heute dringend notwendig, die Digitalisierung in allen Bereichen und Prozessen eines Unternehmens zu etablieren und voranzutreiben, doch das ist nicht immer einfach und günstig.

Erfahre, welche Förderprogramme es für Deine Digitalisierungsprojekte gibt und welche Voraussetzungen Dein Unternehmen erfüllen muss, um sie in Anspruch nehmen zu können.


Mit „go-digital“ bis zu 50% staatliche Förderung erhalten

Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt sowie kleine und mittlere Unternehmen finanziell, um den Digitalisierungsprozess dieser voranzutreiben.

Das Programm beinhaltet Beratungsleistungen sowie die Entwicklung von Ideen und Strategien für die digitale Zukunft des Geschäftsalltags. 

Wie das Systemhaus Netgo anführt, würden in einem Zeitraum von sechs Monaten maximal 30 Tage mit 50% vom Staat gefördert. Wichtig zu beachten sei, dass der Beratertagessatz von 1.100 Euro nicht überschritten werden dürfe. Folglich, so das Systemhaus, betrage die maximale Fördersumme insgesamt 16.500 Euro.

Die Beratungsleistungen umfassen die Module … 

… der „Digitalisierten Geschäftsprozesse“, der „Digitalen Markterschließung“ sowie der „IT-Sicherheit“.

Ein primäres Ziel ist es, den Arbeitsalltag und die damit verbundenen Prozesse vollends zu digitalisieren und die elektronischen Geräte als festen Bestandteil unserer täglichen Arbeit zu etablieren. 

Eine weitere wichtige Rolle spielt die Onlinepräsenz Deines Unternehmens. Das Programm umfasst die Beratung zu verschiedenen Marketing-Maßnahmen, um Deine Marke und Dein Unternehmen professionell darzustellen. Ein auf Dein Geschäftsmodell abgestimmter Marketing-Mix wird Dir dabei helfen, Deine Onlinepräsenz zu stärken. 

Die IT-Sicherheit nimmt gerade unter dem Aspekt der Digitalisierung einen wichtigen Stellenwert ein. Gefahren und Bedrohungen scheinen nun überall zu lauern und sind nicht unbedingt vorhersehbar. Aus diesem Grund lege die Beratung laut Bremer Software & Beratungs GmbH den Schwerpunkt auf verschiedene Punkte:  

Risiko- und Sicherheitsanalysen sowie die Entwicklung von Maßnahmen zur Vermeidung von wirtschaftlichen Schäden und Risiken durch Cyberkriminalität.

Voraussetzungen für eine Förderung

Laut dem BMWi sind Wirtschaftsunternehmen mit technologischer Ausrichtung (einschließlich Handwerk) förderungsberechtigt. Darüber dürfen die zu fördernden Unternehmen nicht mehr als 100 Mitarbeiter beschäftigen und der Jahresumsatz oder die Vorjahresbilanzsummer darf 20 Millionen Euro nicht übersteigen. Hinzu kommt, dass das Unternehmen seine Niederlassung bzw. Betriebsstätte in Deutschland haben und nach der De-minimis-Verordnung förderfähig sein muss.

Ablauf des Förderprogramms

Laut der Bremer Software & Beratungs GmbH sieht der Ablauf wie folgt aus:

  • Planung des Förderprojekts 
  • Aufsetzen des Beratungsvertrages
  • Konzepterstellung und Potentialanalyse
  • Antragseinreichung und Zuwendungsbescheid erhalten
  • Realisierung des Digitalisierungsprojekts 
  • Erbringen des Verwendungsnachweises sowie Beleg der Eigenanteilszahlung
  • Fördersumme erhalten


Projektvolumen durch NRW.BANK.Digitalisierung und Innovation finanzieren

Eine weitere Möglichkeit finanzielle Unterstützung vom Staat zu erhalten stellt das Darlehen der NRW Bank dar. Gewerbliche mittelständische Unternehmen im In- und Ausland oder Freiberufler können das zinsgünstige Darlehen in Anspruch nehmen, sofern deren Jahresumsatz die 500 Millionen Euro Grenze nicht überschreitet (vgl. NRW Bank).

Förderfähige Investitionsvorhaben und Voraussetzungen

Laut der NRW Bank zählen hierzu die digitale Produktion und Verfahren, wie die Einbindung von Kundenschnittstellen oder die Vernetzung von ERP-Systemen.
Ebenfalls förderfähig sind digitale Produkte, die zum Aufbau oder zur Verbesserung digitaler Plattformen dienen oder zur Entwicklung von digitalen Standards und Normen beitragen.
Ein dritter Baustein umfasst die Entwicklung von digitalen Strategien und die Implementierung einer IT-Sicherheit.

Des Weiteren muss bei dem Investitionsvorhaben ein nachhaltiger und wirtschaftlicher Erfolg zu erwarten sein und die Gesamtfinanzierung sichern. Eine Absicherung auf Seiten der Bank erfolgt mittels Haftungsfreistellung oder Bürgschaft.
Eine weitere Voraussetzung der Inanspruchnahme des Darlehens ist mitunter, dass der Investitionsort in Nordrhein-Westfalen liegt. 

Darlehensumfang

Mit dem NRW.BANK.Digitalisierung und Innovation Darlehen kannst Du zwischen Ratendarlehen (drei, fünf, sieben oder zehn Jahre) und endfällige Darlehen (drei Jahre) mit einem Finanzierungsanteil von bis zu 100% der fähigen Kosten wählen. Die Mindestkreditsumme muss bei 25.000 Euro mit einem für die gesamte Laufzeit festgelegten Zinssatz liegen (vgl. NRW Bank).


Fazit

Die Digitalisierung des Geschäftsalltages umfasst großen Aufwand und viele Kosten für Unternehmer, die sie ohne finanzielle Unterstützung für ihre Digitalisierungsprojekte nicht umsetzen können. Unterstützung vom Staat können Unternehmer jedoch mittels verschiedener Förderprogramme, wie das „go-digital“ Programm des BMWi oder das Darlehen der NRW Bank, erhalten.

 JB„Ende dieses Jahres gehen alle Geschäftsführungen in die Budget Planung für 2019/2020. An dieser Stelle könnte bereits eine mögliche Förderung mit eingeplant werden. Für Geschäftsführungen besteht die Möglichkeit, ihre Digitalisierungsprojekte vom Staat fördern zu lassen – also worauf noch warten? 

Ein kleiner Tipp noch: Die Fördertöpfe für 2019 sind bereits ausgereizt, weshalb aktuell mit einer Ausschüttung der Fördergelder erst im Jahr 2020 zu rechnen ist. Je länger man also wartet, desto länger wird die Zeit bis zur Ausschüttung dauern…“


Jan Bömer 
arbeitet als Enterprise Relations Manager bei der shopware AG. In seiner Position fungiert er als Ansprechpartner und Consultant für eCommerce-Projekte und unterstützt Kunden und Partner bei der Umsetzung ihres Online Business. Der Diplombetriebswirt absolviert aktuell zusätzlich ein berufsbegleitendes Masterstudium in Sales Management. Vor seiner Zeit bei Shopware war Jan unter anderem im Projektmanagement für Vodafone, Miele, Santander, Innogy und RWE tätig.

 

Du interessierst Dich für die Förderung Deiner Digitalisierungsprojekte? Du hast vor, eine Förderung in Anspruch zu nehmen? Dann kontaktiere uns gerne per Mail unter erm@shopware.com oder telefonisch unter 02555-92885-90.