Praxistipp: So planst Du eine erfolgreiche Affiliate-Kampagne

Tipps-f-r-Deine-Affiliate-Marketing-Kampagne

Als Betreiber eines Onlineshops ist die Erweiterung des Kundenstamms von großer Bedeutung. Eine beliebte Methode dafür ist das Affiliate-Marketing. Doch was genau ist eine Affiliate-Marketing-Kampagne und was müssen Shopbetreiber bei der Umsetzung beachten?

Hierzulande verwendet man für das aus den USA stammende Affiliate-Marketing auch gern den Begriff „Partnerprogramm“. Im Grunde ist es nichts weiter als ein internetbasiertes Provisionssystem: Ein Webseitenbetreiber (auch Advertiser genannt) schaltet ein Banner oder einen Link auf einer externen Internetseite (Publisher), über das potenzielle Kunden in seinen Onlineshop gelangen und – im Idealfall – auch etwas kaufen. Beim Affiliate-Marketing erhält derjenige, der das Banner auf seiner Website schaltet, in den meisten Fällen jedoch nur dann eine Provision, wenn der vermittelte Besucher in dem Shop auch tatsächlich einen Kauf tätigt.

Kurz gesagt so funktioniert Affiliate Marketing:

  • Ein Kunde besucht eine Website oder einen Blog
  • Der Kunde sieht ein Werbebanner oder liest einen Text, in dem ein externer Affiliate-Link eingebaut wurde
  • Der Kunde klickt auf das Banner oder auf den Link, wird auf den Shop geleitet und kauft ggf. das Produkt
  • Durch denk Link-Klick oder den Kauf des Produktes bekommt der Affiliate eine Provision
Schaubild von der Funktionsweise des Affiliate Marketings

Erfolgreiche Affiliate-Marketing-Kampagnen legen hohen Wert auf die Qualität und nicht auf die Anzahl der Klicks, da sie die positive Nutzererfahrung in den Fokus stellen, um so eine hohe Conversionrate erzeugen zu können. Im Folgenden geben wir Tipps, wie Du Deine Affiliate Kampagne planst und gestaltest.

#1 - Symbiose im Affiliate-Marketing nutzen

Affiliate-Marketing ist sinnvoll, wenn es auf den passenden Partnerseiten betrieben wird. Also ist der erste Schritt – die Auswahl der richtigen Partner – gleichzeitig einer der wichtigsten. Wer Autoteile verkauft, könnte sich beispielsweise gut mit einem Reifenhändler vernetzen. Anbieter von Baby-Bekleidung haben wahrscheinlich mit ihrem Banner gute Chancen bei Shops mit Kinderzimmer-Möbeln. Manchmal ergeben sich jedoch auch Synergien, mit denen niemand rechnet. Ausprobieren kann sich auch beim Affiliate-Marketing lohnen.

Neben anderen Onlineshops oder unabhängigen Online-Magazinen kannst Du Deine Kampagne auch auf geeigneten Blogs ausspielen. Die Leserschaft eines Blogs ist meist sehr treu. Ein Blogbetreiber hat in vielen Fällen den Luxus, dass sich die Leser auf die Meinung des Blogbetreibers verlassen und Empfehlungen schneller folgen als sie es bei unabhängigen Online-Magazinen tun. Wichtig hierbei ist allerdings, dass die Empfehlungen authentisch sind und der Blogbetreiber überzeugt ist von der Partnerschaft.

Tipps zur Auswahl der Affiliate-Partner:

  • Überlege genau, welche Seiten oder Blogs zu Deinem Produkt passen können
  • Suche Dir passende Seiten oder Blogs heraus und kontaktiere sie
  • Bei Bedarf kannst Du passende Publisher auch über Affiliate-Netzwerke finden (z.B. affilinet.de)
  • Fordere ein Media Kit oder weitere Informationen zu Reichweiten etc. an
  • Vereinbare eine sinnvolle Zusammenarbeit und Vergütung
  • Halte die gegenseitigen Leistungen im Vorfeld schriftlich fest

#2 - Das Provisionsmodell der Affiliate-Marketing-Kampagne festlegen

Affiliates können auf verschiedene Weisen an der Gewinnausschüttung beteiligt werden. Das sind die drei gängigsten Vergütungs-Modelle des Affiliate Marketings:

1. Pay per Click (PPC)

Bei diesem Modell erfolgt die Provision pro erfolgtem Klick auf das Werbemittel. Hier kann jeder Werbetreibende (Advertiser) festlegen, welche Provision durchschnittlich für 100 Klicks ausgeschüttet werden soll. Die Vergütung erfolgt prozentual.

2. Pay per Lead (PPL)

Hierbei orientiert sich die Provision an der Häufigkeit der Kontaktaufnahme durch den Kunden. Das Modell ist vor allem für den Vertrieb von beratungsintensiven Produkten geeignet. Die Vergütung ist festgesetzt.

3. Pay per Sale (PPS)

Sobald der Kunde Umsatz im Shop generiert, wird eine Provision an den Publisher gezahlt. Meist geschieht das durch den Verkauf eines Produktes. Die Vergütung ist festgesetzt.

Du kannst selbst entscheiden, nach welchem Provisionsmodell die Zahlung erfolgen soll.

#3 - Affiliate-Link im Rahmen von hochwertigen Content platzieren

Nach der Wahl des richtigen Partners folgt die Wahl des richtigen Contents. Falls Du ein Werbebanner schalten willst, dann mache Dir Gedanken über die Aussage des Banners. Wenn es sich um einen Link innerhalb eines Textes handelt, lege im Vorfeld fest, in welchem Rahmen dieser ausgespielt werden soll. Unabhängige Publisher stellen häufig auch mehrere Produktalternativen vor, um die Neutralität zu wahren.

Der Link Deiner Kampagne sollte niemals nur auf die Startseite des eigenen Shops verlinken, sondern direkt auf ein Produkt oder eine dafür ausgerichtete Landingpage mit einer direkten Handlungsaufforderung. Je genauer das Ziel, desto höher ist die Conversion.

Mehr über die richtige Contentstrategie für Onlineshops kannst Du im Artikel "Mit diesem Content können Shops punkten" nachlesen.

#4 - Werbebanner für eine Affiliate-Kampagne richtig gestalten

Für die Erstellung von Werbebannern sind einige Faktoren zu beachten, damit sie in einer Display-Kampagne performen und zur gewünschten Conversion führen.

Die wichtigsten Elemente eines Affiliate-Banners:

  • Werbebotschaft – Nutzerversprechen knackig formulieren
  • Call-to-Action – Handlungsaufforderung einbinden
  • Logo – Markenbekanntheit schaffen

Bei der Gestaltung ist zu beachten, dass die Textelemente nicht überwiegen dürfen, da sie sonst den Fokus der Botschaft überdecken und kaum wahrgenommen werden. Halte das Design schlicht, damit es für den Nutzer leicht zu konsumieren ist.

Sparsam mit Bildern umgehen

Zwar können Bilder meist mehr Emotionen beim Nutzer erzeugen, dennoch haben Sie den Nachteil, dass die Informationen unübersichtlicher vermittelt werden können. Ein grafisch gestaltetes Banner kann die zu vermittelnde Werbebotschaft schneller verdeutlichen, weil sie nicht vom Wesentlichen ablenkt.

Farben sinnvoll einsetzen

Wähle Farben, die sich vom Rest der Website abheben und verwende Farben, die zu Deinem Logo und dem verlinkten Onlineshop passen.

Call-to-Action

Wenn Du einen Button als Schaltfläche einsetzt, dann platziere ihn unter Deiner Werbeaussage und gib ihm eine Kontrastfarbe zum Rest des Banners. Der Call-to-Action sollte nicht nur mit Hilfe von Farben, sondern auch mit Worten zum Klicken auffordern.

Kurz gesagt:

  • Sorge dafür, dass der CTA auch anklickbar aussieht
  • Verwende immer den Imperativ
  • Nutze Wörter, die den Mehrwert eindeutig machen
  • Halte den CTA-Text kurz

#5 - Conversion-Tracking beim Affiliate Marketing

Die permanente Messung der Performance der einzelnen Affiliate-Programme und -Werbemittel ist von großer Bedeutung. Nur so kannst Du feststellen, wie erfolgreich Deine Kampagne war. Platzierst Du Deine Werbung innerhalb Deiner Affiliate-Marketing-Kampagne auf mehreren Seiten oder arbeitest mit mehreren Publishern zusammen, hast Du die Möglichkeit A/B-Testings durchzuführen. Die Ergebnisse kannst Du für die Optimierung Deiner nächsten Affiliate Kampagne verwenden und so langfristig noch erfolgreicher werden.

Verändere bei dem A/B-Test aber immer nur ein Element, da Du sonst nicht nachvollziehen kannst, welches Element letztendlich zur Conversion geführt hat. Mit dem Campaign URL Builder in Google Analytics kannst Du ganz einfach jedem Banner oder jedem Link einen eigenen Tracking-Link zuweisen, sodass Du alle Ergebnisse in Google Analytics nachvollziehen kannst.

 

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