Nach DaWanda-Aus: So startest Du mit Deinem eigenen Onlineshop durch

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Die Schließung des Marktplatzes DaWanda zum 30.08.2018 ist für die Händler des Handmade-Marktplatzes ein Schock. Auch Du bist betroffen und fragst Dich jetzt, wie es weitergehen soll? In diesem Artikel geben wir Dir wertvolle Informationen, wie Du als Alternative oder Ergänzung zum Vertrieb auf Marktplätzen einen eigenen Onlineshop aufbaust und worin die Vorteile liegen.

Erfahrungen aus erster Hand erhältst Du dabei von Tim. Er ist Geschäftsführer einer bayerischen Manufaktur für exzellente Holzprodukte und vertreibt seine Produkte neben DaWanda auch über seinen eigenen Onlineshop mit Shopware.

DaWanda schließt: Dein eigener Onlineshop als Alternative zu DaWanda 

Verlockend an Marktplätzen ist die direkte, große Reichweite, die sich für den Vertrieb der eigenen Produkte generieren lässt. Doch abseits dessen sind mit dem Verkauf über Marktplätze auch viele Restriktionen verbunden.

Die Vorteile eines eigenen Onlineshops sind:

  • Du bist vollkommen flexibel und unabhängig. Produktbeschreibungen und Preise kannst Du frei gestalten.
  • Du zahlst keine Gebühren und Provisionen wie bei einem Markplatz.
  • Du kannst Dich und Deine Marke perfekt und umfassend in Szene setzen.
  • Du hast volle Kontrolle über die Customer Journey und kannst diese stetig analysieren und verbessern.

Mit Shopware kannst Du schnell durchstarten. Ob mit der kostenfreien Community Edition oder einer der einmalig kostenpflichtigen Editionen, die Dir einen noch größeren Leistungs- und Service-Umfang bieten. Alle Editionen findest Du im direkten Vergleich auf unserer Website.

Zu den Shopware Editionen

DaWanda-Händler nach dem Aus: Interview mit Tim Binder von klotzaufklotz.de

„Kleine Serien, hoher Anteil handwerklicher Arbeit und maschinelle Präzision“ – dieses Versprechen geben Tim Binder, Webdesigner, und sein Geschäftspartner Mathias Hasselmeier, Schreiner, ihren Kunden mit ihrem kleinen Unternehmen klotzaufklotz. Das traditionelle Handwerk ist prädestiniert für den Handmade-Marktplatz DaWanda und so vertreiben die beide ihre Produkte (wie z.B. Gewürzregale oder Messerblöcke) seit 2011 auf dem Marktpatz – Doch nicht nur da, denn parallel betreiben sie auch einen Onlineshop mit Shopware. Sie kennen also beide Vertriebswege. In unserem Interview gibt Dir Tim spannende Einblicke und berichtet über seine Erfahrungen.

Tim Binder und Mathias Hasselmeier vom Shopware Shop klotzaufklotz

Tim Binder und Mathias Hasselmeier von klotzaufklotz.

Wie geht es weiter nach dem DaWanda-Aus

Tim, auf DaWanda habt Ihr über 7.500 Produkte verkauft. Was bedeutet das in Kürze anstehende Aus des Marktplatzes für Euch?

Wenn Zeit und Geld in den Betrieb und das Bestücken einer Plattform stecken, schmerzt das natürlich sehr. Auch wenn der Umsatz in den letzten Jahren rückläufig war, fanden wir die DaWanda Zielgruppe spannend und haben sehr gute Erfahrungen mit den Kunden dort gemacht.

Spannend ist jetzt vor allem, ob die Kunden den Schritt auf Etsy mitgehen, oder einfach verloren sind. Nach unseren Tests war Etsy bislang in Deutschland nicht wirklich relevant - evtl. kann die starke Medienpräsenz zum "DaWanda-Aus" daran aber ja was ändern.

Letztendlich ist es also ein sehr trüber Blick in die Glaskugel, der hoffentlich nicht zu einem kompletten Einbruch des DaWanda-Umsatzes führt.

Vertreibt Ihr Eure Artikel neben DaWanda und Eurem Onlineshop noch über weitere Kanäle?

Ja durchaus. Wir haben noch selekkt, avocadostore und sind mit einem kleinen Sortiment bei Amazon angebunden - und bald dann wohl auch bei Etsy ;-). Alle Bestellungen aus unseren verschiedenen Kanälen verwalten wir über Billbee, ein zentrales Tool, mit dem wir den Lagerbestand und den aktuellen Status der Bestellung im Blick haben.

Könnt Ihr Infos geben, wie hoch der jeweilige Umsatzanteil ist?

Gestartet sind wir mit einem sehr hohen Umsatzanteil bei DaWanda. Mittlerweile sind wir zum Glück mit unserem Onlineshop sehr gut aufgestellt und konnten hiermit auch die über die letzten Jahre rückläufigen Verkaufszahlen von DaWanda gut auffangen.

DaWanda-Händler profitieren von eigenem Onlineshop

Seit wann betreibt Ihr Euren eigenen Onlineshop? War Shopware die erste Wahl?

Unseren Onlineshop klotzaufklotz betreiben wir mittlerweile seit sieben Jahren. Hier sind wir nahezu zeitgleich 2011 mit unserem DaWanda Store gestartet. Die "erste Wahl" war damals das Shopsystem Gambio (auf XT:Commerce Basis) - im Nachhinein aber wohl nicht die Beste ;). 2014 haben wir dann einen großen Relaunch auf Shopware durchgeführt - also unsere "neue erste Wahl", mit der wir bis heute sehr zufrieden sind.

Weshalb fiel die Wahl auf Shopware?

Vor unserer Umstellung auf Shopware war uns bewusst, dass Gambio technisch völlig veraltet war. Deswegen haben wir uns nach einer neuen Lösung umgesehen. Im Benchmark waren dabei die klassischen Teilnehmer wie Magento, Oxid, Presta Shop und Shopware. Am Ende hat uns da Shopware den komplettesten Eindruck gemacht. Einziger Wehrmutstropfen war damals, dass das Theme noch nicht für Mobile optimiert war. Diesen Punkt haben wir dann aber zum Anlass genommen, dieses komplett selbst zu schreiben und so eine eigene Lösung zu entwickeln, die uns von anderen Akteuren am Markt abhebt. Bereut haben wir diesen Schritt nicht - wir sind mit dem System, seiner Stabilität und den Features sehr zufrieden.

Worin seht Ihr die Vorteile Eures Onlineshops?

Ein eigener Onlineshop und Webauftritt bietet uns die Möglichkeit unsere Produkte genau so zu präsentieren, wie wir das gerne hätten. Dort entfaltet die Marke klotzaufklotz erst richtig ihre Wirkung. Wir möchten den Besuchern zeigen, dass es durchaus möglich ist online Produkte zu kaufen, die eine hohe Qualität haben und taugen, man dabei eine 1a Beratung bekommen kann und es noch dazu möglich ist, Wert auf kurze Wege, regionale Lieferanten und langfristige Partner zu legen. Nur eine eigene Plattform bietet uns die Flexibilität, diese Attribute gezielt heraus zu arbeiten - sowohl optisch, inhaltlich als auch technisch.

Screenshot des Shopware-Shops klotzaufklotz

Ein weiterer wirtschaftlicher Grund ist natürlich auch die Streuung des Risikos. Hat man einen starken eigenen Onlineshop als Vertriebskanal, ist man weniger abhängig von Marktplätzen - auch das DaWanda-Aus zeigt das gerade deutlich. 

Ihr habt Euch für die kostenfreie Community Edition entschieden. Könnt Ihr Angaben machen, wie viel Kosten auf Euch zugekommen sind hinsichtlich z.B. Hosting und Marketing?

Wir hosten aktuell auf einem eigenen Server. Das kostet uns ca. 70 Euro im Monat. Das ist sicherlich etwas überdimensioniert, bietet uns aber den Spielraum, den wir gerne haben möchten. Für Marketingmaßnahmen haben wir ein monatliches Budget, das wir vor allem in Facebook und andere Social-Media Plattformen investieren. Sei es für Anzeigen oder Unterstützung bei der Pflege. 

Eines sollte jedem klar sein: Wer sich nicht aktiv darum bemüht Kunden attraktiv anzusprechen und auf seine Seite zu lotsen, wird auch mit dem schönsten Onlineshop keinen Erfolg haben. Die meiste Arbeit ist nicht vor, sondern nach dem Livegang. ;) 

Wie schnell seid Ihr mit dem Shop gestartet? War der Prozess easy? Hattet Ihr Unterstützung, z.B. durch eine Shopware Partneragentur?

Für unseren Relaunch haben wir uns damals ca. ein halbes Jahr Zeit genommen. Nicht Vollzeit, aber doch kontinuierlich. Da wir die komplette Umsetzung intern gemacht haben, ist es hier schwierig genaue Zahlen zu nennen. Sicherlich ein großer Faktor war das komplett selbst geschriebene Frontend und das Pflegen aller Produkte, Kategorien und Inhalte. Das geht aber natürlich auch schneller. Begnügt man sich vorerst mit dem Shopware Standard (sowohl technisch als auch das Design) kann man, wenn die Produktdaten und Inhalte vorhanden sind, auch in kurzer Zeit online gehen. 

Aktuell sind wir z.B. auch mitten in einem optischen Relaunchprozess. Hier planen wir für die Umsetzung ca. drei bis vier Wochen Arbeitszeit ein. 

Auf einem Marktplatz profitiert man von einer großen Reichweite. Mit einem eigenen Onlineshop muss man diese erst aufbauen – wie ist Euch dies gelungen?

Dranbleiben, viel ausprobieren und Kunden mit einer guten Leistung überzeugen. Unsere Produkte sind eher hochpreisig - da wird nicht über den Preis gekauft. D.h., wir müssen Überzeugungsarbeit leisten und aufzeigen, warum es Sinn macht, für sehr gute Qualität etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen als z.B. bei Ikea. Das ist nicht einfach, schaffen wir aber trotzdem ganz gut. :) 

Was man auf alle Fälle mitbringen sollte ist Erfahrung im (Online-)Marketing und den entsprechenden Kanälen. Natürlich kann man sich hierzu auch externe Experten mit ins Boot holen. Man muss viel testen und es passen auch nicht alle Kanäle zur Zielgruppe. Das merkt man aber meistens erst, wenn man etwas Zeit investiert und es ausprobiert. 

Gerade sind wir z.B. mit der Erstellung eines 50-seitigen Printkatalogs fertig geworden. So möchten wir unseren Kunden verstärkt die Möglichkeit bieten, sich über weitere Kanäle mit uns und unseren Produkten auseinanderzusetzen. 

Wie zufrieden seid Ihr mit Shopware?

Sehr - insbesondere auch der Ausblick auf die nächste Shopware Version gibt uns das Gefühl, dass sehr viel Wert auf eine moderne und stabile Softwarearchitektur gelegt wird. 

Wieso könnt Ihr anderen betroffenen DaWanda-Händlern empfehlen, mit einem eigenen Onlineshop durchzustarten?

Ein eigener Onlineshop kann sicherlich nicht schaden, jedoch sollte man nicht mit der Erwartung ran gehen, dass man von heute auf morgen Millionär wird. Einen eigenen Shop zu betreiben ist mit viel Arbeit verbunden und beansprucht Zeit. Langfristig ist es aber aus unserer Perspektive mit Abstand die angenehmste Variante online zu verkaufen! 

Vielen Dank Tim für Deine Einblicke. Wir wünschen Euch weiterhin ganz viel Erfolg mit Eurem Unternehmen und blicken gemeinsam mit Euch gespannt in die Zukunft.

Flexibilität, Unabhängigkeit und ein emotionales Einkaufserlebnis mit Deinem Onlineshop

Fazit: Mit Deinem eigenen Onlineshop auf Basis von Shopware profitierst Du von einer hohen Flexibilität und Skalierbarkeit. Dein Onlineshop lässt sich ganz individuell um nützliche Features wie Paymentlösungen oder Marketingtools erweitern. Hierzu findest Du in unserem Community Store eine Auswahl an über 3.500 Erweiterungen. Darüber hinaus wächst Dein Onlineshop flexibel mit. Steigen Deine Anforderungen an die Software, kannst Du bequem auf eine andere Edition wechseln und einen noch umfassenderen Leistungs- und Serviceumfang in Anspruch nehmen.  

Ein klarer Pluspunkt eines eigenen Onlineshops ist zudem die auch schon von Tim angesprochene Markenbotschaft. Mit Shopware kannst Du ein prägendes Einkaufserlebnis für Deine Kunden schaffen. Über die bequemen Einkaufswelten-Vorlagen bindest Du Deine individuellen Bilder und Texte ohne Programmierkenntnisse in inspirierende Einkaufswelten ein und setzt Dein Unternehmen und Deine Produkte in Szene.  

Weitere Infos zu den Shopware Einkaufswelten, dem Storytelling-Feature und Digital Publishing, einem Tool zur Erstellung von dynamischen Bannern, findest Du in unserer Tour.

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