Mobile-First Index - warum Shopware-Kunden vorbereitet sind

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Die Optimierung mobiler Web- und somit auch Shopseiten ist in mehrfacher Hinsicht einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren im eCommerce. Dies lässt sich eindrucksvoll mit Zahlen belegen. So werden derzeit in manchen Branchen bereits deutlich über 50 Prozent der Online-Einkäufe über Smartphones und Tablets getätigt. Außerdem ist die Absprungrate von Käufern, die zu lange auf das Laden auf eine Seite warten müssen, laut Google signifikant: Bei einer Wartezeit zwischen einer und drei Sekunden steigt die Wahrscheinlichkeit eines Abbruchs um 32 Prozent, bei einer Ladezeit bis zu fünf Sekunden gar um 90 Prozent.

Neben den „harten Fakten“ spricht Google's neuer Mobile-First Index für eine zügige mobile Optimierung: Google fokussiert sich seit Ende 2017 zunehmend zuerst auf die Mobile-Version einer Webseite und berücksichtigt erst dann, ob es auch eine Desktop-Version davon gibt. Der Mobile-Index und Mobile-SEO werden damit massiv aufgewertet, sie haben direkten Einfluss auf das Crawling der Desktop-Version und damit auf die Desktop-Rankings. Bereits 2016 hatte Google angekündigt, den Algorithmus im Hinblick auf die Indizes zur Bewertung mobiler Kriterien anzupassen.

Shopware-Shops ranken nach dem Google-Update weiterhin gut

Verständlicherweise stellen sich viele Shopbetreiber nach der Ankündigung von Google die Frage, ob ihr Shop im Sommer weiterhin gut gerankt wird. Eine gute mobile Performance ist im Wesentlichen abhängig von einem leistungsfähigen Zusammenspiel zwischen der Software und dem Hosting. Softwareseitig sind Händler, die Shopware 5 im Einsatz haben, bestens auf die angekündigten Änderungen vorbereitet – getreu des Shopware-Leitsatzes „Emotional Shopping on any Device“. So enthält Shopware 5 bereits im Standard ein Responsive Template, das Inhalte auf den unterschiedlichen mobilen Endgeräten perfekt angepasst darstellt.

Shopware liefert, je nach Gerätegröße, darüber hinaus passenden, individuell aufbereiteten Content und extra Medien, die z.B. für ein Smartphone oder Tablet besser geeignet sind. Über mitgelieferte Tools können Bilder bzw. Medien noch weiter bereinigt und optimiert werden. Mit jedem Schritt, den Shopware in der Entwicklung seines Systems unternimmt, steht der „mobile first“-Gedanke im Vordergrund.

Shopware 5.3 verbessert die Performance

Darüber hinaus sind alle für Suchmaschinen relevanten Seiten der Responsive Themes On-Page-optimiert.
Mit der Veröffentlichung von Shopware 5.3 kamen noch einmal allgemeine Verbesserungen, wie beispielsweise das asynchrone Laden von Javascript und deutliche Verbesserungen bei der Performance und der Anzeige der Einkaufswelten hinzu. Serverseitig sollte PHP 7 oder höher genutzt werden, sowie Komprimierungsmethoden (bspw. gzip) zur Steigerung der Performance.

Nützliche Ressourcen zur Optimierung

Wenn Du wissen willst, wie gut Dein Shop allgemein performt, kannst Du Google PageSpeed Insights nutzen. Tipps zum Umgang mit Pagespeed findest Du in der Shopware-Dokumentation, sowie im SEO-Guide. „Stellschrauben“ für die Shopware-Performance gibt es in der Dokumentation außerdem für Entwickler und Administratoren.

Praxiscase: So steigert Dakine seinen mobilen Umsatz um 45 %

Dakine ist eine US-Marke aus dem Boardsportsektor, die sich inzwischen aber auch im Bereich Rucksäcke, Schulranzen, Handtaschen und Streetwear einen Namen gemacht hat. Der größte offizielle Onlineshop der Marke Dakine weltweit basiert auf Shopware, dieser konnte durch die Optimierung seiner mobilen Webseiten seinen Umsatz um satte 45 % steigern.  

Ziel war es, die Ladezeiten zu verkürzen, Checkout-Abbrüche zu minimieren und die Conversion Rate zu verbessern. Hierzu hat sich Dakine Unterstützung direkt von Google und einer Agentur geholt. Basis für die Optimierungen waren die Google PageSpeed Insights-Analysen.

Optimierungshebel zur Steigerung der Mobile Performance

Als eine Maßnahme hat Dakine seine Bilder verkleinert, die das Unternehmen für seine stimmungsvollen Einkaufswelten einsetzt. Neben der Priorisierung von Inhalten im Above-the-Fold-Bereich setzt Dakine auch auf Browser-Caching. Statische und sich nur selten verändernde Ressourcen wie Grafiken und CSS-Dateien werden dabei für einen bestimmten Zeitraum vom Browser lokal gespeichert. Dies hat zur Folge, dass Serveranfragen deutlich gesenkt werden und die Seiten entsprechend schneller laden. Darüber hinaus hat Dakine verschiedene Widgets und Java-Scripte entfernt, ebenso wie Plugins deaktiviert, die Auslöser für verlängerte Ladezeiten waren.

Verbesserung der Conversion Rate und des Umsatzes

Mit Hilfe dieser Maßnahmen konnten die Ladezeiten im Dakine-Shop um bis zu 65 % gesenkt werden. Der Traffic auf mobilen Endgeräten stieg um 31 % und der mobile Umsatz konnte um satte 45 % gestärkt werden. Die mobile Conversion Rate erhöhte sich um 4,29 % und die Conversion Rate übers Tablet stieg um 7,32 %. Dakine ruht sich nicht auf den starken Ergebnissen aus, sondern feilt weiter an der Optimierung.