Conversion-Boost oder schwindende Margen?

Vorteile und Risiken von Online-Marktplätzen

Höhere Reichweite, Multichannel-Marketing und die Erschließung neuer Märkte: Die Vorteile von Online-Marktplätzen sind so vielfältig wie die Online-Shop Landschaft selbst. So gelingt Händlern der weitreichende Vertrieb auch ohne den Mehraufwand, der mit einem eigenen Web-Shop verbunden ist. Je nach Marktplatz lauern jedoch auch Risiken.

In den letzten Jahren haben sich die Vertriebswege für Online-Händler multipliziert: Obwohl die Vorreiter Amazon und eBay weiterhin als Platzhirsche der Branche gelten, können sich immer mehr Marktplätze dauerhaft etablieren und für wachsende Conversion-Rates sorgen. Online-Kaufhäuser mit einer breit gefächerten Produktpalette sind ebenso vertreten wie Nischen-Plattformen, zum Beispiel für Lebensmittel oder Wohnaccessoires. Doch lohnt sich der Aufwand, das eigene Angebot auf Marktplätzen zu implementieren? Die Vor- und Nachteile im Überblick:

1. Kosten und Gewinne

Einstellgebühren, Kosten für Bezahlmethoden oder Monatspauschalen: Die Ausgaben für die Nutzung von Marktplätzen können stark variieren und wirken oft abschreckend. Hier lohnt es sich, verschiedene Anbieter zu vergleichen. Besonders rentabel sind Shops, die auf Einstellgebühren verzichten und gleichzeitig mit kurzen Vertragslaufzeiten und unterschiedlichen Marketing-Paketen überzeugen. In Gegenüberstellung zu den Anlaufkosten eines eigenen Online-Shops profitieren Händler außerdem von verschiedenen Einsparmöglichkeiten:

  • Das Shopsystem: Anstatt selbst einen zeit- und kostenaufwendigen Shop entwickeln zu müssen, können sich Händler auf die Erfahrung und Expertise des Anbieters verlassen.
  • Die Server: Die Anmietung teurer Server-Technik entfällt, sodass für Händler keine unerwarteten Zusatzkosten bei technischen Problemen anfallen.
  • Das Marketing: Besonders Einsteiger können sich die Bekanntheit des Marktplatzes zunutze machen.

Auf der anderen Seite resultieren aus der Nutzung solch komfortabler Services aber auch geringere Gewinnmargen. So werden neben den monatlichen Kosten auch für alle Verkaufserlöse Gebühren berechnet, die je nach Produktgruppe und Bereitsteller variieren. Für eine effiziente Umsatzsteigerung sollten Händler deshalb nur mit Partnern zusammenarbeiten, die die anfallenden Aufwendungen transparent aufschlüsseln.

2. Zeitaufwand

Gerade zu Beginn kann die Anbindung an einen Marktplatz zeitintensiv werden, wenn man nicht einen starken Dienstleister zur Seite stehen hat, der bereits Marktplatzanbindungen bereitstellt.  Neben der Einspielung neuer Produktdaten müssen sich Händler auch an die neue Oberfläche gewöhnen und zusätzlich über den neu erschlossenen Kanal Aufträge professionell abwickeln sowie Kunden zuverlässig betreuen. Besonders Nutzer, die auf verschiedenen Plattformen verkaufen, sollten strukturierte Arbeitsprozesse entwickeln. Lieferanten, die auf einen eigenen Online-Shop setzen, müssen sogar mit zusätzlichen Hürden rechnen. Hier sind Know-How in der Marktforschung, grundlegende Technik-Kenntnisse sowie ein Händchen fürs Design notwendig, um erfolgreich zu verkaufen. Die Einrichtung eines Händler-Accounts auf einer Plattform hingegen dauert nur wenige Minuten.

3. Reichweite und Marketing

Wer Wert auf modernes Multichannel-Marketing legt, profitiert zusätzlich von der Anbindung an einen Marktplatz. Unterschiedliche Aspekte steigern die Reichweite:

  • Größere Relevanz: Als Einzelhändler kann es schwer sein, sich im SEO-Bereich gegen große Konkurrenten durchzusetzen. Mit einer Marktplatz-Anbindung nutzen Versandpartner automatisch prominent platzierte, suchmaschinenoptimierte Webseiten.
  • Mehr Kanäle: Für erfolgreiche Werbung ist die Anknüpfung an möglichst viele Channel wichtig. E-Mail-Marketing und Social Media stellen nur zwei von vielen relevanten Marketing-Kanälen dar. Außerdem ist neben dem Vertrieb über Desktop-PCs auch die Shop-Optimierung für mobile Endgeräte wichtig.
  • Vertrauensbindung: Besonders Neukunden lassen sich durch Markenbekanntheit eines Shops gewinnen. Neue Webshops müssen diesen Ruf erst mühsam aufbauen.
  • Starke Partnerschaften: Händler nutzen die Vorteile von Kooperationen mit namhaften Zahlungsdienstleistern, Warenwirtschaftssystemen oder Bonusprogrammen, ohne selbst mit diesen Verträge abschließen zu müssen. 

Viele Plattformen bieten Händlern mehrere Marketing-Pakete an, die sich im Umfang unterscheiden. Zusätzlich haben sie die Möglichkeit, an Rabattaktionen teilzunehmen und so noch mehr Conversions zu generieren.

4. Wettbewerb

Nirgendwo sonst lassen sich Preise so einfach vergleichen wie auf Online-Marktplätzen: Während Kunden sich über diese Transparenz freuen, sorgt diese vor allem bei Händlern, die keine exklusiven Produkte vertreiben, für Preisdruck. Oft führt dies dazu, dass Mitbewerber sich mit sehr geringen Gewinnmargen zufriedengeben, um die Verkaufszahlen konstant zu halten. Anbieter wie Amazon gehen bei besonders beliebten Artikeln sogar dazu über, sich am Wettbewerb zu beteiligen und diese selbst zu verkaufen. Indirekt spüren diese Marktmacht jedoch auch unabhängige Shops, die häufig Kunden an die günstigeren Plattformen verlieren.

5. Technologien

Kein Markt ist so schnelllebig wie der E-Commerce: Die stetige Weiterentwicklung ermöglicht es Verkäufern, ihre Produkte durch genaue Marktbeobachtung und effizientere Prozesse noch wirksamer zu vertreiben. Marktplatz-Nutzer können sich auch in diesem Bereich auf die Erfahrung der Anbieter verlassen: Responsive Design, SEO-optimierte Seiten sowie die Verbesserung der User Experience gehören mittlerweile zum Standard.

Das Ende der Pure-Player: Der Trend zum Omni-Channeling

Bereits 2015 haben mobile Suchanfragen die Suchen via Desktop-Endgeräten überholt. Zudem nutzen viele User mobile Technologien auch während des stationären Einkaufs; zum Beispiel, um im Supermarkt die Einkaufsliste abzuhaken oder Preise zu vergleichen. Die kanalübergreifende Erreichbarkeit durch die Kombination aus stationärem Handel, eigenem Webshop und der Präsenz auf Marktplätzen ist also sinnvoll.

Am 15.02.2017 hat real,- mit der Übernahme des Online-Marktplatzes Hitmeister bereits einen wichtigen Schritt in Richtung Omni-Channel gemacht: Neben der Bewerbung im Web und bei über 500.000 Facebook-Fans profitieren Versandpartner vom Marketing für die neue Onlineshop-Plattform in über 280 stationären Märkten und 23 Millionen Werbeprospekten pro Woche, die eine nahezu bundesweite Abdeckung garantieren. Mit den gewohnten, fairen Bedingungen des gewachsenen Marktplatzes und der Bekanntheit eines der größten Unternehmen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel im Rücken, bietet sich Händlern die Gelegenheit zur Connected User-Experience. 

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