Black Friday und Cyber Monday - Das müsst Ihr jetzt wissen

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Ende des Monats erwarten Onlinehändler zwei wichtige „Feiertage“: Black Friday und Cyber Monday. Im Interview verrät Euch Marketing-Experte Simon Gall, wie Ihr das meiste aus den Aktionstagen herausholt. Wir von Shopware planen am entsprechenden Wochenende übrigens selbst eine tolle Aktion. Nähere Infos dazu folgen.

Black Friday und Cyber Monday stehen an. Was genau hat es mit diesen Terminen auf sich?

Black Friday und Cyber Monday sind wie Halloween ein Phänomen, das aus den USA zu uns herüber geschwappt ist.

Der Black Friday findet traditionell immer einen Tag nach Thanksgiving, dem amerikanischen Erntedankfest, statt und gilt als inoffizieller Beginn des Weihnachtsgeschäfts. Die Händler überbieten sich Jahr für Jahr mit Schnäppchen und Rabatten und locken die kaufwilligen Kunden immer früher in ihre Läden; teilweise sogar schon um Mitternacht. Da wundert es kaum, dass der Black Friday seit langem der umsatzstärkste Tag des Jahres für den amerikanischen Einzelhandel ist.

In den USA findet der Black Friday größtenteils offline in den Geschäften statt. Der darauffolgende Montag hat sich deshalb zum Online-Pendant „Cyber Monday“ entwickelt, bei dem Online-Händler ihrerseits Rabatte anbieten.

Seit 2006 wird der Black Friday auch in Deutschland gefeiert. Dank Apple. Denn sie waren die Ersten, die ihre Black Friday Rabatte aus den USA auch in Deutschland anboten. Seitdem kommen immer mehr Händler dazu und feiern den Black Friday ebenfalls mit speziellen Aktionen. Anders als in den USA findet der deutsche Black Friday jedoch vorwiegend online statt. Deshalb ist der Cyber Monday hierzulande weniger als Online-Variante des Black Fridays, sondern vielmehr durch die große Rabattaktion des Onlinehändlers Amazon.de bekannt, der seinen Black Friday Sale in Deutschland Cyber-Monday-Woche nennt.  

Es handelt sich also eher um ein amerikanisches Phänomen. Wie groß sind diese Trends überhaupt in Deutschland?

In Deutschland haben wir es natürlich noch lange nicht mit den Dimensionen des amerikanischen Black Fridays zu tun. Das Interesse steigt jedoch von Jahr zu Jahr stetig an. Sowohl bei Händlern als auch bei Kunden. Die Suchanfragen bei Google haben sich beispielsweise in den letzten Jahren immer wieder nahezu verdoppelt. Von etwa 100.000 Suchanfragen im Jahr 2009, bis hin zu etwa 800.000 Suchanfragen im Jahr 2014 (Keyword: „black friday“, phrase-match). In diesem Jahr rechne ich erneut mit einer deutlichen Steigerung der Nachfrage.

Was muss ich als Händler jetzt wissen?

Wichtig zu wissen ist, dass der Black Friday von keiner zentralen Stelle organisiert wird. Wie einst beim Sommer- und Winterschlussverkauf hat jeder Händler das Recht, seinen eigenen Black Friday Sale zu veranstalten und zu bewerben.

Hast Du konkrete Tipps, wie sich Händler auf diese besonderen Tage vorbereiten können?

Der erste Schritt sollte immer darin bestehen, die eigene Shop-Infrastruktur zu überprüfen und gegebenenfalls Server-Kapazitäten aufzustocken. Nichts ist ärgerlicher als ein Shop, der zum Stichtag in die Knie geht oder ewig zum Laden einer Seite benötigt. Schneller kann man mögliche Neukunden nicht vergraulen.

Als Nächstes sollten Händler Ihre Aktion früh genug planen. Überlege Dir also frühzeitig, ob Du einen Sale mit reduzierten Produkten veranstalten, einen Rabatt auf das gesamte Sortiment gewähren oder bestimmte Highlight-Produkte reduzieren möchtest. Je nach Aktion sollte dann eine eigene Shop-Kategorie oder eine Shopware Einkaufswelt eingerichtet werden.

Am besten verwendest Du hochwertige Werbegrafiken und stellst einen eindeutigen Bezug zum Black Friday (oder Cyber Monday) her, zum Beispiel mit einem Namen wie „[Shopname] Black Friday“. Um die Aktion anzukündigen, kannst Du mit einem Countdown arbeiten, der die Zeit bis zum Black Friday herunterzählt.

Zusätzlich sollten Shopbetreiber ihren Black Friday über alle Marketing-Kanäle verbreiten. Versendet einen Newsletter an Eure Kunden, erstellt eine neue SEA-Kampagne, schaltet Display-Banner und postet Eure Aktion in Sozialen Medien. Solltet Ihr Marketing-Aktivitäten nicht inhouse verwalten, vergesst nicht, Eure Agentur frühzeitig zu briefen.

Was kann ich tun, um mich von anderen Händlern abzugrenzen?

Am besten kann man sich natürlich mit einem besonders guten und außergewöhnlichen Angebot hervorheben. Wer an diesem Tag einfach einen weiteren Sale veranstaltet, wie an jedem Tag des Jahres, wird am Black Friday in der Masse an Angeboten untergehen.

Da der Black Friday in Deutschland vorwiegend online stattfindet, können sich vor allem Aktionen abgrenzen, die Online- und Offline-Welt verknüpfen. In diesem Jahr wird es z.B. einige Deals geben, bei denen Online-Gutscheine in stationären Filialen eingelöst werden können.

Du betreibst ein eigenes Portal. Kannst Du kurz erklären, wie das funktioniert?

Genau, mit Black-Friday.de betreibe ich seit 2012 Deutschlands erstes Black Friday Portal. Nachdem ich in den vorangegangenen Jahren beobachtet hatte, wie sehr das Interesse am Black Friday in Deutschland von Jahr zu Jahr stieg, entschied ich mich dazu eine Webseite ins Leben zu rufen, die alle Black Friday Angebote aus Deutschland bündelt. Seitdem sammeln wir jedes Jahr die besten Deals im Netz und veröffentlichen diese am Black Friday pünktlich um 0:00 Uhr. Interessierte Händler können uns Ihre Aktionen im Vorfeld melden und uns mit allen Informationen zu Ihren Deals versorgen. Mehr zur Deal-Aufnahme findet Ihr hier.

 

Über Simon Gall

Simon Gall ist selbstständiger Online-Marketing-Berater mit dem Spezialgebiet SEO/ SEA und betreut unter anderem die Shopware Shops arktis.de und Weisshaus. Mit Black-Friday.de betreibt er seit 2012 Deutschlands erstes Black Friday Portal. Hier finden Schnäppchenjäger alle Angebote deutscher Shops auf einen Blick. Per Newsletter, Smartphone-App sowie über die einschlägigen Social-Media-Kanäle werden User laufend über die besten Angebote informiert und verpassen so keine Black Friday Aktion. 

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